Kostenexplosion beim Ausbau der Offenen Ganztagsschulen
Stefanie Jung
Die FDP-Fraktion war über die erheblichen Mehrkosten beim Ausbau der Offenen Ganztagsschulen (OGS) nicht sehr verwundert, da die zunächst kurzfristig vorgelegten Planungen und Kostenschätzungen nur zur Einhaltung der Fristen zur Beantragung von Fördermitteln in nicht unbeträchtlicher Höhe erstellt wurden. Dass die Planungen nicht ausgereift und Kosten nur geschätzt waren, wusste jeder Sankt Augustiner Politiker. Stefanie Jung: „Der ungeheure Zeitdruck, unter dem die Verwaltung mit ihrem damaligen Dezernenten Seigfried stand, wurde immer wieder deutlich gemacht. Die Frist für die Fördermittelbeantragung war sehr kurz. Immerhin ist es gelungen, pro OGS-Gruppe einen Zuschuss von 115.000 Euro für die Stadt Sankt Augustin zu sichern. Wirklich konkrete Zahlen sind überhaupt nicht vorgelegt worden, es handelte sich um Schätzungen anhand der vorgelegten Grobplanung. Bereits im Bieterverfahren wurde ganz deutlich, dass die Planungen auf ihre Machbarkeit hin überprüft werden müssen.
Hat Herr Knülle die Verwaltungsvorlagen zu den Vergaben der Umbauarbeiten vor der jeweils einvernehmlichen Beschlussfassung nicht gelesen oder stellt er sich unwissend, um die Gelegenheit für unqualifiziertes Wahlkampfgetöse zu nutzen? Ich meine, dass gemeinsame Beschlüsse auch gemeinsam dem Bürger gegenüber vertreten werden müssen. Von einem designierten Bürgermeisterkandidaten erwarte ich auch eine faire Behandlung seiner eventuellen zukünftigen Mitarbeiter.
Wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sein werden, hat die Stadt Sankt Augustin genügend Platz, die geplanten OGS-Gruppen in attraktiven Gebäuden unterzubringen.“
FDP Sankt Augustin News vom 05.09.2008
